Gestärkt aus der Krise

Während die Pandemie andauert, gilt es einzelne Risiken im Blick zu behalten. Firmen sollten die Zeit nutzen, um die vergangenen Wochen zu analysieren und sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Es waren schwierige Wochen

Anfang Jahr erreichten uns erste Meldungen aus China, eine neue Infektionskrankheit verbreite sich. Auch in der Schweiz und Liechtenstein hofften viele davon verschont zu werden und dem Business as usual nachzugehen. Schon bald überschlugen sich die Ereignisse. Das Virus war angekommen und wir mittendrin statt nur dabei. Fallzahlen, Lockdown-Massnahmen und Einschätzungen der Virologen bestimmten unseren Alltag. Die "neue Realität" hat in vielen Unternehmen zu einer bewussten oder unbewussten Verschärfung der Risikosituation geführt. Doch nach und nach arrangierten wir uns mit der Lage, entdeckten Zusammenhalt in der Gesellschaft, schöpften neuen Mut, konnten der Situation vielleicht gar viel Positives abgewinnen. Nun ist die Hälfte des Jahres 2020, an das wir uns alle wohl noch lange erinnern werden, bald geschafft. Zeit, eine erste, vorsichtige Bilanz zu ziehen.

Cyber-Risiken im Home-Office

Da wäre etwa das Home-Office. Wer hätte noch vor einem Jahr gedacht, wie leicht es uns einst fallen wird, dezentral, vom eigenen Schreib- oder Küchentisch aus, zu arbeiten. Zahlreiche Firmen habe in den letzten Wochen grosse Teile ihrer Geschäftsaktivität ins Home-Office verlagert. Das bemerkten leider auch Cyber-Kriminelle und verstärkten ihre Aktivitäten. Die Verwundbarkeit vieler IT-Systeme nahm in dieser Zeit deutlich zu. Was sollen Unternehmen tun, um sich vor Cyber-Risiken zu schützen? Funk empfiehlt die Checkliste des Partners InfoGuard. Die Liste fasst die wichtigsten Massnahmen für die IT-Abteilung, für die Mitarbeitenden und für das Management zusammen. Helfen können auch die neuen Empfehlungen von MELANI, der Melde- und Analysestelle des Bundes.

Schutz vor virtuellen Viren?

Doch auch trotz professioneller Massnahmen können nicht alle Risiken vermieden werden. Deshalb ist es wichtig, sich auf den Ernstfall entsprechend vorzubereiten und diesen - falls sinnvoll - bedarfsgerecht zu versichern. Wichtig ist es aber auch zu berücksichtigen, dass die Verlagerung der geschäftlichen Tätigkeiten ins Home-Office zu einer Gefahrenerhühung führen kann. Bei einer bestehenden Cyber-Versicherung kann das in eine Obliegenheitsverletzung münden. Deshalb empfiehlt es sich, die im Funk Cyber-Fragebogen angegebenen technischen und organisatorischen Massnahmen bei den Mitarbeitenden zu überprüfen. Haben die Mitarbeitenden, auch wenn sie zuhause arbeiten, den neuesten Virenschutz aktiviert? Wie sieht es beim Patchmanagement, bei den Fernzugängen und -zugriffen sowie bei der Vergabe von Zugangsberechtigungen aus? Wer diese Punkte berücksichtigt und sich bei Bedarf frühzeitig bei Funk meldet, der erlebt auch im Schadenfall kein blaues Wunder. So wird das Home-Office definitiv zum Erfolg.

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Was Unternehmen jetzt tun sollten

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Einsparungen dank Stillstand

Mehr Home-Office statt unproduktive Stunden im dichten Pendlerverkehr: Unbestreitbar gibt es Dinge, die sich in den vergangenen Wochen verbessert haben. Doch wegdiskutieren lässt sich trotzdem nicht, dass die Pandemie und die Lockdown-Massnahmen tiefe Spuren in der Wirtschaft hinterlassen werden. Unterbrochene Lieferketten und Nachfrageflauten gefährden auch gesunde Firmen. Umso zentraler ist es, als Unternehmen das Richtige zu tun, sich zu schützen, Liquidität zu schonen. Das kann auch bedeuten, das bestehende Versicherungskonzept gründlich überprüfen zu lassen und bei Bedarf nachzubessern. 

Funk erläutert Ihnen im persönlichen Gespräch gerne die wichtigsten Handlungsempfehlungen für die wesentlichen Versicherungssparten. Hier, quasi als Vorgeschmack einige Vorschläge in ausgewählten Bereichen, was Sie berücksichtigen sollten: 

Gibt es Fahrzeuge, die Sie temporär stilllegen müssen? Im Rahmen der Motorfahrzeugversicherung tritt die Regelung zum Stillstandsrisiko in Kraft, sobald die Kontrollschilder beim Strassenverkehrsamt hinterlegt werden. Das reduziert die Versicherungsprämie oder senkt sie gar ganz auf Null. 

Stimmen die Prognosen noch?

Möglicherweise stauen sich aber auch Güter in einem hafen und werden anschliessend gesamthaft mit einem Schiff weitertransportiert. Unternehmen mit einer Transportversicherung sollten in einer solchen Situation prüfen, ob sie den versicherten Zeitraum für Lagerung verlängern oder die Limite temporär erhöhen sollten. Auch gilt es zu berücksichtigen, dass die Prämie meist auf im Voraus festgelegten Umsatzprognosen basiert. Stehen Schiffe, Züge und Lastwagen auf Grund der Pandemie still, können Prognosen schnell einmal nichtig werden. In einer solchen Situation ist es wichtig, Funk frühzeitig zu informieren und gemeinsam eine Lösung zu finden. 

Auch bei weiteren Versicherungsformen, etwa bei den bereits genannten Cyber-Versicherungen und bei Lösungen in den Bereichen Haftpflicht, D&O oder Vertrauensschaden, gibt es einiges, das berücksichtigt werden muss.

Wichtige "After-Action-Review"

"Nach der Krise ist vor der Krise", heisst ein bekanntes Bonmot. Das mutet auf den ersten Blick etwas ernüchternd an, denn wer will jetzt schon an die nächste Krise denken? Doch genau jetzt ist es wichtig, die vergangenen Wochen und Monate zu analysieren und entsprechende Schlüsse zu ziehen. Funk unterstützt Sie und Ihr Führungsteam und organisiert entsprechende "After-Action-Reviews". Funk arbeitet für diese Workshops mit der GU Sicherheit & Partner AG zusammen, welche seit Jahren Unternehmen und deren Krisenstäbe vorbereitet und in der Krise unterstützt.


Ihr Ansprechpartner

Rolf Th. Jufer

Mitglied der Geschäftsleitung


+41 58 311 05 74
rolf.jufer(at)funk-gruppe.ch